VitrA und Snøhetta präsentieren „Ceramics Forged in Light“ als Teil der INTERNI MATERIAE während der Mailänder Designwoche 2026

Mailand, 14.04.26 – VitrA präsentiert in Zusammenarbeit mit dem international tätigen Designbüro Snøhetta die Installation Ceramics Forged in Light. Entwickelt für die Ausstellung INTERNI MATERIAE im Rahmen der Mailänder Designwoche, übersetzt die Arbeit zentrale Aspekte zeitgemäßer keramischer Produktion in einen räumlichen Kontext. Die Installation ist vom 20. bis 30. April in der INTERNI Ausstellung, Università degli Studi di Milano, Via Festa del Perdono 7, zu sehen.

Im Fokus steht ein erweitertes Verständnis von Sanitärkeramik: nicht als statisches Endprodukt, sondern als Bestandteil eines kontinuierlichen Produktionsprozesses. Durch die systematische Rückführung von Produktionsmaterialien sowie die Optimierung von Fertigungsprozessen verfolgt VitrA einen Ansatz, der Leistungsfähigkeit, Qualität und Ressourceneffizienz zusammenführt.

Kreislaufproduktion als Systemansatz

Kern dieses Ansatzes ist eine konsequent umgesetzte Kreislaufproduktion. Während der Fertigung entstehende keramische Reststoffe werden erfasst, aufbereitet und wieder in den Produktionsprozess integriert. Dadurch reduziert sich der Einsatz primärer Rohstoffe, ohne dass technische oder gestalterische Anforderungen beeinträchtigt werden.

Das Ergebnis ist ein kontrollierter, reproduzierbarer Prozess, der sowohl industrielle Skalierbarkeit als auch gestalterische Flexibilität ermöglicht.

Die Installation übersetzt diese Prinzipien in eine räumliche Inszenierung: Licht, Wasser und Rohmaterialien stehen stellvertretend für die einzelnen Transformationsschritte keramischer Herstellung. Licht verweist auf den Brennprozess, Wasser auf Ursprung und Wiederverwendung innerhalb geschlossener Systeme. Sanitärkeramik wird so nicht als fertige Oberfläche gezeigt, sondern als Ergebnis präzise gesteuerter Prozesse.

Zusammenarbeit mit Snøhetta

Die Kooperation mit Snøhetta ermöglicht die Übertragung dieser Produktionslogik in einen architektonischen Maßstab. Das Büro arbeitet interdisziplinär an der Schnittstelle von Architektur, Landschaft, Innenarchitektur und Produktdesign.

Für Ceramics Forged in Light entsteht so ein räumliches Gefüge, in dem Materialverhalten, Umweltbedingungen und Wahrnehmung zusammen gedacht werden. Die Installation verbindet atmosphärische Dichte mit konstruktiver Klarheit.

Elif Akpinar Barut, Marketingmanager DACH & Frankreich bei VitrA Bad, erklärt:

„Anlässlich von 20 Jahren Präsenz in Mailand unterstreicht diese Installation unser Engagement für verantwortungsvolle Produktion und den bewussten Umgang mit Ressourcen, mit Fokus auf unsere recycelten Re-Ceramic Waschtische. Gleichzeitig zeigt das Projekt unseren aktuellen Blick auf die Produktion: Systeme zu entwickeln, die Materialkreisläufe schließen, Prozesse optimieren und gleichbleibende Qualität im industriellen Maßstab sichern. Sanitärkeramik ist seit jeher ein langlebiges und anpassungsfähiges Material – durch technologische Weiterentwicklung und zirkuläre Ansätze erschließen wir weiteres Potenzial.“

Anne-Rachel Schiffmann, Director Interior Architecture bei Snøhetta, ergänzt:

„Keramik zählt zu den ältesten Werkstoffen der Menschheit und entwickelt sich dennoch kontinuierlich weiter. Die Installation macht Prozesse sichtbar und schafft einen Dialog zwischen Material, Zeit und Transformation. Sie lädt dazu ein, sich sowohl mit der Herkunft als auch mit der zukünftigen Entwicklung des Materials auseinanderzusetzen.“

Materialverständnis als Entwurfsgrundlage

Die räumliche Gestaltung greift architektonische Prinzipien auf, die das Zusammenspiel von Licht und Material betonen. Öffnungen lenken Tageslicht in den Raum und verändern dessen Wirkung im Tagesverlauf. Ein zentrales Wasserelement verstärkt diese Dynamik und schärft die Wahrnehmung der keramischen Oberflächen.

Waschtische und Flächen werden dabei nicht als Einzelobjekte inszeniert, sondern als Teil eines übergeordneten Systems, in dem Form, Material und Prozess miteinander verknüpft sind.

Mit der Installation positioniert VitrA Sanitärkeramik im Kontext aktueller Fragestellungen zu Materialkreisläufen und industrieller Fertigung. Sie zeigt, wie sich zirkuläre Prinzipien in Produktionsprozesse integrieren lassen, ohne Kompromisse bei Qualität oder Anwendung einzugehen.

Als einer der ältesten technisch hergestellten Werkstoffe entwickelt sich Sanitärkeramik kontinuierlich weiter – im Spannungsfeld von Tradition, industrieller Kompetenz und gestalterischer Innovation. Ceramics Forged in Light macht diese Entwicklung sichtbar und eröffnet Perspektiven für die nächste Generation architektonischer Oberflächen.

Über Snøhetta

Snøhetta ist ein international tätiges, interdisziplinäres Designbüro mit Standorten in Oslo, New York, Innsbruck, Paris, Hongkong, Shenzhen und Melbourne. Seit der Gründung 1989 arbeitet das Büro an Projekten unterschiedlicher Maßstäbe und Typologien.

Der Ansatz von Snøhetta basiert auf integrativer Planung und einem kontextbezogenen Designverständnis. Das Leistungsspektrum umfasst Architektur, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur sowie Produkt- und Grafikdesign.

Die Projekte zeichnen sich durch eine präzise Auseinandersetzung mit Materialität, Licht und Raum sowie durch einen kollaborativen Entwurfsprozess aus. Ziel ist es, nachhaltige und identitätsstiftende Räume zu schaffen, die sowohl funktional als auch kulturell verankert sind.

Über VitrA Bad

VitrA Bad steht für hochwertige Badausstattungen von weltbekannten Designern. Das Unternehmen zählt zu den wenigen globalen Marken, die komplette Badwelten anbieten: von Sanitärkeramik über Möbel bis hin zu Armaturen, Duschsystemen und Wannen.

Neue Kollektionen entwickelt und realisiert das Designteam von VitrA Bad überwiegend gemeinsam mit internationalen Top-Designern, darunter Tom Dixon, Terri Pecora, Claudio Bellini, Arik Levy, Ross Lovegrove und der NOA Design Group. Darüber hinaus bietet VitrA Bad Sanitärprodukte, Badmöbel und Accessoires für Green-Building-Projekte. Diese Lösungen zeichnen sich beispielsweise durch geringen Wasser- und Ressourcenverbrauch sowie durch hohe Energieeffizienz aus.

VitrA Bad ist Teil der türkischen Eczacıbaşı Bauprodukte Gruppe, für die das Thema Nachhaltigkeit auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette höchste Priorität besitzt. Die größte Produktionsstätte von VitrA Bad in Bozüyük, Türkei, wurde 2023 mit einer großflächigen Solaranlage ausgestattet, die 5,4 Millionen kWh Strom erzeugen wird. Dies entspricht rund 30 Prozent des geplanten Stromverbrauchs. Über diese und weitere Aktivitäten berichtet die Unternehmensgruppe regelmäßig in ihrem Nachhaltigkeitsbericht.

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Pressekontakt:

VitrA Bad GmbH, Agrippinawerft 24, 50678 Köln

Melanie Hellberg // E-Mail: melanie.hellberg@vitra-bad.de