Nachhaltigkeit

Wasser bedeutet Leben

Als Unternehmen fühlen wir uns dem Thema Nachhaltigkeit besonders verpflichtet. Deshalb verstehen wir die Schaffung beständiger Werte vor allem als eine Investition in die Zukunft. Und zwar nicht nur als Teilaspekt, sondern als umfassendes Prinzip – von den Bedingungen bei der Herstellung unserer Produkte über ihre ausgesprochene Langlebigkeit bis hin zur Ressourcen schonenden Nutzung durch die Verbraucher. Uns als Produzent von Sanitärkeramik, Badmöbeln und allem was dazugehört, liegt in Bezug auf die Umwelt natürlich ein Punkt am Herzen: das Wasser.

Ohne Wasser kann der Mensch nicht existieren. Doch neigt er dazu, verschwenderisch mit diesem lebenswichtigen Gut umzugehen. Dabei fällt sauberes Wasser nicht vom Himmel – es bedarf eines großen technischen Aufwandes, um aus so genanntem Rohwasser hygienisch einwandfreies Trinkwasser zu machen. Um die hohe Qualität des Wassers zu sichern, wurden in Deutschland laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft allein 2010 über zwei Milliarden Euro vor allem in Aufbereitungsanlagen und Leitungsnetze investiert. Ergebnis ist eine der höchsten Trinkwasserqualitäten der Welt. Diese gilt es zu schützen.

In den vergangenen 100 Jahren ist der tägliche Wasserverbrauch eines Menschen von 20 Liter auf 130 Liter gestiegen. Schaut man sich die Grafik an, dann wird klar, warum uns dieses Thema soviel bedeutet: weil mehr als die Hälfte des Wassers im Bad verbraucht wird, können wir hier auch besonders viel bewegen. Wichtig ist allerdings nicht nur der persönliche Verbrauch, sondern auch die Wasserbilanz von Unternehmen, sowohl der Angestellten als auch der Produktion. Wir von VitrA haben verstanden, wie sorgsam wir mit unserer Erde und ihren Ressourcen umgehen müssen, damit sich künftige Generationen auch noch an ihr erfreuen können. Dafür arbeiten wir.

Blue Life – Verantwortung

Als eines der führenden Unternehmen unserer Branche ist VitrA sich seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt wohl bewusst. Um das Thema Nachhaltigkeit auf allen Ebenen des Konzerns zu etablieren und seine Vorrangigkeit zu betonen, hat die Eczacıbaşı-Gruppe unternehmensweite Richtlinien erlassen. Diese Richtlinien tragen den Namen Blue Life. Dabei handelt es sich nicht nur um eine allgemein vage bleibende Philosophie. Blue Life führt zu sehr konkreten Projekten und Vorgehensweisen, die ökologische Aspekte aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln berücksichtigen: 

 

 

Deutschland ist der wichtigste Exportmarkt für VitrA. Viele Impulse für den Naturschutz haben ihren Ausgang von der Mitte Europas aus genommen. Von hier aus hat die Solarenergie ihren Siegeszug angetreten, kaum ein Land setzt sich mehr für die Förderung Energie sparender Technologien ein wie etwa der Dämmung von Häusern. VitrA ist stolz, hier das Ziel eines sinkenden Wasserverbrauchs voran zu treiben.

Weniger ist mehr

VitrA hat in den letzten Jahren kontinuierlich in seine Produktionsstandorte investiert, so dass dort Technologien zum Einsatz kommen, die einer Reduzierung der verwendeten Rohstoffe dienen. Oberstes Ziel ist stets das Erreichen einer möglichst hohen Recyclingrate beziehungsweise extrem schonend mit nicht-erneuerbaren Ressourcen umzugehen, falls deren Einsatz wirklich unverzichtbar sein sollte.

Viel kann auch durch Rückgewinnungsmechanismen während des Herstellungsprozesses eingespart werden, zum Beispiel durch die Verwendung von Absauganlagen in der Fliesenproduktion. Das rechnet sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht direkt für das Unternehmen selbst. Die Wasseraufbereitung im Zuge einer durchgehenden Ausstattung mit Recyclingsystemen ist ein anderes Beispiel für ökologisch sinnvolle Effizienzsteigerung. In Zahlen bedeutet das:

Hinzu kommt der konsequente Einsatz regenerativer Rohstoffe wie Ton, Kaolin, Feldspat und Quarz. Mit ihren unbedenklichen Materialeigenschaften sorgen sie für eine hygienische, temperaturbeständige, lichtechte und langlebige Keramik. Das alles verbunden mit einer Politik der kurzen Wege, also möglichst kurz gehaltenen Transportwegen der verwendeten Rohstoffe zu unseren Produktionsstätten.

Die Zukunft gestalten

Bei VitrA steht gutes Design für mehr als eine glänzende Oberfläche und ansprechende Formgebung, es ist ein umfassenderes Prinzip. Schon bei der Entwicklung unserer Produkte stehen Gedanken um die Schonung von Ressourcen und die Wiederverwendbarkeit der eingeplanten Materialien im Mittelpunkt. Bei der Gestaltung neuer Badkollektionen wird ebenfalls darauf geachtet, die Kohlendioxidemissionen während ihrer Herstellung so gering wie möglich zu halten.

Ein zweiter Punkt ist Nutzung der Produkte durch die Menschen. So sind unsere Keramiken darauf ausgerichtet, durch ihr Design die verbrauchte Wassermenge perfekt auszunutzen. Oder technische Einsparungen wie etwa das komplett wasserlose Urinal für den Objektbereich sowie die Reduzierung der Spülmenge bei neueren Toiletten durch die Sparfunktion im Haushalt.
Und auch das Bad kann seinen Teil zur Verringerung des Energieverbrauchs beitragen, wie das Beleuchtungskonzept unserer Spiegelschränke zeigt. Im speziell eingerichteten Innovation Center wird ständig nach neuen Wegen gesucht, die Badmöbel und Sanitärkeramik von VitrA im Hinblick auf deren Nachhaltigkeit zu optimieren – natürlich ohne Kompromisse beim unvergleichlichen Aussehen der Produkte machen zu müssen.

Eine ausgezeichnete Idee

VitrA hat bereits 2011 als erster und bisher einziger Hersteller von Sanitärkeramik in Europa die strengen Kriterien für eine Deklaration des Typs III nach ISO 14025 des Instituts Bauen und Umwelt e.V. erfüllt. Durch die sechsmonatige Evaluierung im Vorfeld der Verleihung ist der Entwicklungsprozess von der Herstellung unserer Produkte über den Gebrauch bis zu ihrer Entsorgung nun eingehend dokumentiert und bis ins Detail nachvollziehbar gemacht worden. VitrA hat sich während des Vergabeverfahrens um äußerste Transparenz bemüht. Weil wir als Vorreiter in unserer Branche Standards setzen möchten.

Das Institut Bauen und Umwelt ist eine Herstellerinitiative, die sich für den Gedanken der Nachhaltigkeit im Bauwesen stark macht. Es bietet eine geschlossene, für jeden Konsumenten verständliche Außendarstellung von Umwelt-Produktdeklarationen (EPD) gemäß ISO- und CEN-Normung. Die Auszeichnung mit einer Umwelt-Produktdeklaration des Instituts beinhaltet eine unabhängige Überprüfung – im Falle VitrA durch PE International – und zeigt die Qualität eines Produkts sowie das Verantwortungsbewusstsein des Unternehmens im Hinblick auf nachhaltiges Bauen. Da Bauprodukte in der Regel nicht einzeln, sondern im Verbund eingesetzt werden, ist es das Ziel der Typ-III-Deklaration, das gesamte Gebäude anhand der Summe seiner Einzelfaktoren bewerten zu können. Berücksichtigt werden bei den Vergabekriterien ökonomische, ökologische und soziale Aspekte eines Gebäudes. Die Deklaration macht Aussagen zu Energie- und Ressourceneinsatz sowie dem Ausmaß, in welchem ein Produkt zu Treibhauseffekt, Versauerung, Überdüngung, Zerstörung der Ozonschicht und Smogbildung beiträgt. Hinzu kommen technische Angaben, die für die Einschätzung der Performance des Bauprodukts im Gebäude benötigt werden: Lebensdauer, Wärme- und Schallisolierung oder der Einfluss auf die Qualität der Raumluft.

So stolz wir das Zertifikat auch tragen, wir ruhen uns nicht darauf aus. Wir verstehen es als Ansporn, VitrA auch in Zukunft nachhaltig zu gestalten. Das sind wir künftigen Generationen schuldig. Das Projekt Blue Life hat gerade erst begonnen.

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