

Auch 2012 beteiligte sich VitrA an den Kölner Passagen, die als Plattform für aktuelle Strömungen des Designs und Wohnens mit über 190 Shows internationaler Hersteller, Hochschulen und Medien gelten. Für eine Woche, nämlich zeitgleich zur imm, findet man an den unterschiedlichsten Schauplätzen Shows, Happenings und Veranstaltungen rund um die Themen Design und Lifestyle.
VitrA lud zu einem Doppeljubiläum in den Rheinauhafen. Zum einen fand die Projekt-Werkstatt zum mittlerweile 20. Mal statt und hat sich längst als Veranstaltungsreihe etabliert. Zum anderen feiert auch VitrA Bad Deutschland selbst 2012 seinen 20-jährigen Firmengeburtstag, wie Geschäftsführer Dirk Kistner in seiner Begrüßungsrede erwähnte. Er stellte kurz die Eczacibasi-Gruppe vor und referierte einige Fakten zu VitrA und den anderen beteiligten Marken.
Kistner übergab dann das Wort an den Moderator Carl Steckeweh, Geschäftsführer der PENTAPOLIS (CSP) – Netzwerk StadtBauWirtschaft. Dieser freute sich, einen außergewöhnlichen Referenten im Kölner Rheinauhafen begrüßen zu dürfen: Hadi Teherani. Ist der in Teheran gebürtige und in Hamburg ansässige Star-Architekt doch Miturheber der sich in direkter Nachbarschaft zum Showroom befindlichen Kranhäuser.

Teheranis Vortrag hatte die Analyse von Rahmenbedingungen für das Entstehen guter Architektur und zukunftsweisenden Städtebaus in Russland und Deutschland zum Thema. Im Mittelpunkt standen Bauwerke und Entwürfe seines Büros, die in den vergangenen Jahren in beiden Ländern entwickelt wurden.
Beeindruckend zeigte Teherani Wettbewerbsentwürfe voll kraftvoller, teilweise futuristischer Anmutung, wobei er Verbindungen zu bereits vorhandenen Gebäuden in Russland zog, die durch ihre starke konstruktivistische Architektur den in Braunschweig studierten und diplomierten Architekten zur Kreation von neuen Gebäuden inspirierten – etwa das Ministerium für Straßenbau von Tbilisi zu dem Deichtorcenter in Hamburg oder der Wolkenbügel von Eliezer „El“ Lissitzky zu eben jenen Kranhäusern.
Die Präsentation einiger von der Hadi Teherani AG designter Produkte – um nur einige zu nennen: von Möbeln für Interstuhl über eine Leuchte für Zumtobel bis zu einem Haltestellenhäuschen der Wall AG – bildete den gelungenen Abschluss des Vortrags.
Im Anschluss fanden bei Getränken und Buffet viele anregende Gespräche statt. Insgesamt erlebten annähernd 200 architekturinteressierte Teilnehmer einen sehr gelungenen Veranstaltungsabend, für den der frisch umgebaute Showroom von VitrA das perfekte Ambiente bildete. Die imposante Location im Rheinauhafen bietet nicht nur einen Gesamtüberblick über das VitrA-Produktportfolio, sondern liefert einen wirklich wunderbaren Rahmen für die Projekt-Werkstatt, die auch in 2012 weiter fortgesetzt wird.